Junge Menschen hören Schall besser. Bei einer Schweißung ist der Ultraschall in den Frequenzen zwischen 20 und 35 kHz gerade für junge Menschen fast unangenehm. Diese Erfahrung machten kürzlich 34 Technikschüler der 8. Klasse der Realschule bei einem Besuch bei der Karlsbader Firma Herrmann Ultraschall. Herrmann Ultraschall stellt Schweißmaschinen zum Fügen von Kunststoffen mit Ultraschall her. Schwerpunkt des Firmenbesuches war allerdings das Thema Metalle und deren industrielle Anwendung. Bei dem Betriebsführung mit Schwerpunkt Zerspanungstechnik erklärte Betriebsleiter Andreas Zipper geduldig und kurzweilig die Produktionsabläufe und die industrielle Verarbeitung von Metall. Interessiert beobachteten die Schüler die Arbeitsgänge in der Zerspanungstechnik und des roboterbestückten vollautomatischen 5-Achs-Bearbeitunsgzentrums zur Herstellung der Schweißwerkzeuge aus Titan, Sonotroden genannt. Lehrerin Frau Lang und die Schüler zeigten sich beeindruckt von der Vielzahl der Anwendungen bei denen die Maschinen von Herrmann Ultraschall eingesetzt werden. Dazu gehören unter anderem Automobilteile, Haushaltsgeräte, Spielzeuge, Hygieneprodukte und Verpackungen. Höhepunkt war der Spielzeugelefant von Playmobil, den jeder Schüler selbst zusammenschweißen durfte. Alle hatten sichtlich Spaß daran, die große Schweißmaschine zu betätigen. Einige Schüler zeigten Interesse an einem Praktikumsplatz. Im Sinne der Nachwuchsförderung ist Herrmann Ultraschall sehr an der Zusammenarbeit mit den Schulen interessiert.
Foto+Text: Hans-Dieter Stößer, Gemeinde Karlsbad