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Unterhaltsamer Theaterabend in der Realschule


„Wouw!“ oder „Ein Hundeleben!“
Hunde sind die besseren Menschen. Oder ähneln sie einander bloß?

Solche philosophischen Grundfragen musste man sich gar nicht stellen – alles zeigte sich von allein! Denn in der Revue „Wow!“ oder „Ein Hundeleben“ wurden die Zuschauer in vier Szenen in das Geheimleben der Hunde eingeführt.

In der ersten Szene emanzipierte sich eine Hundedame von den Verschönerungsversuchen im Hundesalon. Mit stoischer Ruhe erträgt sie Pediküre und Friseur. Als sie aber auch noch mit edlem Parfüm eingesprüht wird, reicht es ihr wirklich.

Das zweite Bild bot einen Einblick in eine Hundeschule. Thema dieser Stunde: Wie komme ich an die Wurst – ohne Gewalt anzuwenden? Da gibt es einige ganz gute Tricks…

Nun blickte der Zuschauer in die Sprechstunde eines Hundepsychiaters. Auch hier: Erschütterndes. Denn wie groß ist die Seelenpein einer Hündin, die sich nicht nur in einen Menschen verliebt, sondern auch noch in den Briefträger?

Die letzte Szene spielt in einem Hunderestaurant – hier werden Menschen nur geduldet, wenn sie brav unter dem Tisch sitzen…

Mit großer Spielfreude füllten die Schauspieler ihre Rollen aus, die ihnen Regisseurin und Autorin Iris Mörmann zugedacht hatte. Die zahlreichen Schüler der Theater-AG – Fünft- bis Siebtklässler- hatten aber auch selbst ihre Ideen eingebracht. So wirkte nichts aufgesetzt, sondern die Darstellung war ausgesprochen natürlich und spontan.

Für Bühnenbild und Kulissen sorgte mit ihren Schülern Frau Bortone, und ein wahrer Augenschmaus waren die unterschiedlichen Hundeohren und Mähnen, in Farbe und Form sowohl der entsprechenden Hunderasse als auch dem Typ des Trägers angepasst. Sie waren sämtlich von Frau Andl und Frau Balog genäht worden. Für die Musik war Herr Schulz mit seinem Schülerteam zuständig.

In bewährter Form wurden die Zuschauer abgelenkt, wenn die Bühnenarbeiter flink die Kulissen veränderten: Man bekam Gedichte vorgelesen, die sich sämtlich um den Hund drehten- allerdings - so wurde versichert- hatten sie keinerlei tieferen Sinn, der doch zuweilen Gedichte unnötig überfrachtet…Sie waren einfach nur amüsant.

So hatten an diesem Abend alle ihren Spaß: Die Schauspieler, die betreuenden Lehrer und die Zuschauer, die zahlreich gekommen waren. Für die Schüler standen mehrere Vormittagsvorstellungen auf dem Programm.

Text: E. Becker