Die Kontakte zur Wirtschaft und das Thema Ausbildung haben jetzt an der Karlsbader Realschule noch mehr Gewicht bekommen. Am Donnerstag, 15. Oktober unterzeichnete die Schule im Rahmen der Bildungsinitiative „Wirtschaft macht Schule“ eine Kooperation in Sachen Ausbildung mit der Firma Physik Instrumente GmbH & Co. KG (PI) unterschrieben. Mit im Boot sind die IHK und die HWK Karlsruhe. Bürgermeister Rudi Knodel unterstrich bei der Unterzeichnung der Vereinbarung, dass es immer wichtiger werde, gute Fachkräfte zu gewinnen. „Am Anfang einer Beziehung stehen immer eine Reihe von Wünschen an den Partner“, erklärte PI-Personalleiterin Annette Reitz und erfüllte noch vor Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages einen Herzenswunsch ihres neuen Partners, der Realschule Karlsbad: Sie brachte zur Unterzeichnungsfeier im Rathaus zwei neue Laptops für den Technikunterricht mit. „Ein Drittel unserer Azubis kommen von der Realschule Karlsbad“, erzählte Peter Schittenhelm, Vice President Operation bei der Physik Instrumente GmbH & Co. KG. „Die meisten davon sind heute engagierte Fachkräfte in unserem Unternehmen. Diese Unterzeichnung ist also die Fortsetzung einer langen Erfolgsgeschichte.“ Schittenhelm war schon von dem Auftakt der Veranstaltung begeistert, einem so genannten Boomdongdong, bei dem die Schülerinnen und Schüler mit bunten Plastikstöckchen Musik machten. „Von solch engagierten jungen Menschen lebt auch ein Unternehmen wie PI. Nur mit begeisterten kreativen Mitarbeitern lässt sich eine solcher Betrieb, Weltmarktführer im Bereich hochpräziser Positioniersysteme, erfolgreich führen.“ PI ziehe sich darum auch in Krisenzeiten nicht aus der Ausbildung zurück, denn „wir bilden nicht für heute aus, sondern für die Zukunft.“ Schittenhelms Kooperationspartner Jürgen Haller, Rektor der Realschule Karlsbad, war nicht nur dankbar für die Geschenke, sondern auch dafür, ein „so innovatives Technologieunternehmen“ an seiner Seite zu haben. „Da kann nicht jeder einfach mal so reinschneien. Umso stolzer sind wir, für unsere Schüler die Möglichkeiten zu haben, dort Praktika zu absolvieren. Außerdem ist geplant, dass Vertreter von PI sich in die Elternarbeit einbringen.“ „Ein ganz wichtiger Punkt“, wie Rolf Barthold, Geschäftsbereichsleiter Berufsbildung bei der IHK, betonte, denn die Einbindung der Eltern sei extrem wichtig, da Berufswahlvorbereitung auch ein Familienprozess sei, der aktiv verstanden und gestaltet werden sollte. Bürgermeister Rudi Knodel begrüßte die Initiative von IHK und HWK. Es sei in unserer heutigen Zeit wichtiger denn je, Jugendliche möglichst früh an das Thema Berufswahl heranzuführen und sie darin zu unterstützen. Die Berufswahl der Sängerin der Schule, Concetta Taormina, schien nach dem hervorragend vorgetragenen Elton John-Song „Sorry seems to be the hardest word“ bereits festzustehen.
Das Projekt „Wirtschaft macht Schule“
Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und der immer stärkeren Fachkräftenachfrage in unserer Region hat die IHK Karlsruhe gemeinsam mit der HWK die Bildungsoffensive „Wirtschaft macht Schule“ ins Leben gerufen. Ziel des Projektes ist es, jede Schule in der Region mit einem oder mehreren Kooperationspartner aus der Wirtschaft zu versehen.
Für musikalische Stimmung sorgte die Realschule.
Text & Fotos: Gemeinde Karlsbad